Diese Aussage von Milton Friedman irritierte mich schon vor 40 Jahren. Damals fragte ich meinen Vater: Wozu tun wir das denn eigentlich alles? Seine Antwort: Na, wir wollen Geschäfte machen! Die Universität bestätigte seine Aussage: Es wurden dort ausschließlich neoliberale Ansätze der Betriebswirtschaftslehre gelehrt.

 

Was mich damals irritierte, wird heute mehr als offensichtlich: Die Privatisierung des Gesundheitswesens führt dazu, dass Krankenhäuser mit engen Budgets und wenig monetärer Wertschätzung ihrer Mitarbeitenden an ihre Leistungsgrenzen kommen. Corona zeigt es uns.

Die ungeheuren Gehälter der Money-Worker wie Banker, Versicherer usw. stehen heute in keinem Verhältnis zu der Entlohnung der offensichtlich systemrelevanteren Jobs der KassiererInnen, LKW-FahrerInnen, PflegerInnen und so weiter. Corona macht es sichtbar!

Unsere Emissionen – von Co2 bis zu Lärm – belasten die Umwelt und unser Klima, sie bedrohen unser zukünftiges Leben auf unserem Planeten, wie wir es bis hier her kannten. Dank Corona sind die Folgen unseres derzeit sechs wöchigen „Stillstands“ spür- und sichtbar.

Wir Menschen leben seit Jahrzehnten an den Grenzen unserer Belastbarkeit und der Belastbarkeit unseres Planeten. Das Hamsterrad dreht sich ohne Unterlass und nun auf einmal steht es still. Eine Situation, mit der sich nur wenige von uns arrangieren können. Zu groß ist die Existenzangst. Und die Angst, sich in der Stille und Unbeweglichkeit selbst zu begegnen. Zu gehorchen, indem wir nach Innen horchen und darauf lauschen, was für uns und unseren Planten wirklich wichtig ist. Auch das macht Corona sichtbar. Danke.

Diese rudimentäre Aufzählung ließe sich endlos verlängern. Doch sie soll nur ein Auftakt sein zu weiteren Gedanken, die der Satz „The business of business ist business“ bei mir ausgelöst hat.

Ich möchte meine damalige und auch heutige Irritation dafür nutzen, nach vorn zu schauen. Wenn denn die neoliberale Haltung heute nicht mehr zielführend ist, was folgt dann? Ich bin ein großer Fan der Gemeinwohl-Ökonomie, die für mich einige Antworten auf diese Frage bereit hält. Ich lade Sie ein, mit mir gemeinsam quer zu denken. Denn der Blick nach vorn aus der Krise heraus ist das, was gerade UnternehmerInnen immer wieder antreibt. Machen Sie mit! Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

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